Für immer ins Gedächtnis gebrannt

 

Was vor bald 60 Jahren in Reutlingen seinen Anfang nahm, hat sich mittlerweile zu einem recht stattlichen Album der Dokumentarfotographie ausgewachsen. Gut ein halbes Leben wurde ihr gewidmet, zunächst freiberuflich, später dann als Nebenerwerb. Im Fokus stand dabei größtenteils der Mensch in seinem sozialen Umfeld; auch architektonische Besonderheiten und Momentaufnahmen, die unseren Umgang mit der Natur charakterisieren. Dem folgten lange Aufenthalte in den 1990er Jahren im krisengeschüttelten Kosovo. 1994 wurde in Hiroshima eine Ausstellung eröffnet, die das halbe Jahrhundert nach dem Abwurf der Atombombe zum Inhalt hatte. Daraufhin entwickelte sich eine Zusammenarbeit unter Fotografen, die beachtenswerte Reportagen in bekannten Magazinen hervorbrachte wie dem Magazin der Süddeutschen Zeitung. Auftragsarbeiten für den Focus, den Spiegel und die Merianhefte schlossen sich an. 1999 sind die Sturmgeschichten erschienen, eine Reportagensammlung, die sich des Themas Windenergie angenommen hat. Das schwäbische Tagblatt in Tübingen hat es verlegt. Im selben Jahr begann die freie Mitarbeit bei der Agentur Zeitenspiegel, und nicht nur das. Auch das Symposium für Dokumentarfotografie in Bad Herrenalb wurde auf die Beine gestellt. Die Mitgliedschaft in der Atomic Photographers Guild und im DOK-Verband hat den bisherigen Schaffensprozess eines Fotografen abgerundet, der sich außerdem in der deutschen Sektion der „Reporters sans frontières“ und bei Freelens engagiert hat.